Amputation: Orientierung von den Ursachen bis zum Leben danach

Werde ich wieder mobil, was sind Phantomschmerzen? Dieser Ratgeber gibt Orientierung und zeigt, wie eine Prothese zurück in den aktiven Alltag führt.

Tobias

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Ratgeber Prothetik & Versorgung Lesezeit ca. 6 Min

Amputation: Ursachen, Ablauf und das Leben danach

Eine bevorstehende oder gerade erlebte Amputation verunsichert zutiefst: Wie geht es weiter, werde ich wieder mobil, und woher kommen die Schmerzen in einem Bein, das nicht mehr da ist? Dieser Ratgeber gibt Ihnen Orientierung, von den Ursachen über den Ablauf bis zum Phantomschmerz, und zeigt, wie eine gut angepasste Prothese zurück in einen aktiven Alltag führt.

Eine Amputation ist die teilweise oder vollständige Entfernung eines Körperteils, meist an Bein oder Fuß. Sie wird nötig, wenn eine Schädigung so schwer ist, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist und der Erhalt lebensgefährlich wäre. Ziel ist immer, Leben zu retten und Lebensqualität zurückzugeben.

~60.000
Bein- und Fußamputationen pro Jahr in Deutschland
70 %
betreffen Menschen mit Diabetes
85 %
der Fußamputationen durch das diabetische Fußsyndrom

Was eine Amputation ist

Bei einer Amputation wird ein Körperteil, etwa ein Bein, ein Fuß, ein Finger oder ein Zeh, chirurgisch entfernt. Auslöser können schwere Verletzungen, Infektionen, bösartige Tumore oder Durchblutungsstörungen sein. Im Vordergrund steht, weitere Komplikationen zu verhindern und Schmerzen zu lindern.

Wie häufig wird amputiert?

Ein zentrales Register gibt es in Deutschland nicht, doch Schätzungen der Krankenkassen gehen von rund 60.000 Bein- und Fußamputationen pro Jahr aus. Insgesamt ist die Zahl im letzten Jahrzehnt zurückgegangen, und am Fuß wird heute bevorzugt klein amputiert (Minoramputation), um so viel Gewebe und Knochen wie möglich zu erhalten.

Amputationen wegen Unfällen oder Krebs werden dank besserer Behandlungs- und Operationsmethoden immer seltener. Bestimmte schwere Erkrankungen machen den Eingriff aber weiterhin unvermeidlich.

Hauptursache: Durchblutungsstörungen und Diabetes

Heute führen vor allem chronische Durchblutungsstörungen zur Amputation. Wird Gewebe nicht mehr ausreichend versorgt, kann es absterben (Gangrän) und im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung auslösen. Solche Durchblutungsstörungen entstehen häufig durch eine nicht gut eingestellte Zuckerkrankheit.

Bei Diabetes kommt erschwerend hinzu, dass Nervenschädigungen kleine Fußverletzungen zunächst unbemerkt lassen. Sie infizieren sich leichter und verschlimmern sich. Risikofaktoren für Gefäßschäden sind außerdem:

  • Rauchen
  • ein hoher Cholesterinspiegel
  • Bluthochdruck
🦶
Vorbeugen lohnt sich

Gute Fußpflege, druckentlastende Einlagen und passende Schuhe schützen den diabetischen Fuß. Beim diabetischen Fußsyndrom lohnt sich die regelmäßige Kontrolle besonders.

Amputation als letztes Mittel

Eine Amputation kommt nur dann infrage, wenn der Erhalt des Körperteils nicht mehr möglich ist. In der Regel versuchen Ärztinnen und Ärzte zuvor, das Absterben von Gewebe zu stoppen, Infektionen zu bekämpfen und die Durchblutung wiederherzustellen. Nur bei sehr schweren Verletzungen oder rasch fortschreitenden Infektionen muss schnell entschieden werden.

Phantomschmerz: real, nicht eingebildet

Viele Betroffene spüren nach einer Amputation Schmerzen oder Empfindungen in dem Körperteil, das gar nicht mehr da ist. Diese Phantomschmerzen sind kein Einbildung, sondern haben eine neurologische Ursache: Das Nervensystem verarbeitet weiterhin Signale aus der Region. Heute gibt es verschiedene Ansätze, um damit umzugehen, von Medikamenten über Spiegeltherapie bis zur frühzeitigen prothetischen Versorgung.

Das Leben nach der Amputation

Eine gut angepasste Prothese gibt ein großes Stück Mobilität und Selbstständigkeit zurück. Sie wird individuell gefertigt, auf das persönliche Aktivitätsniveau abgestimmt und über die Zeit immer wieder nachjustiert. Diese Versorgung gehört in die Hände erfahrener Orthopädietechnik.

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Auf einen Blick

Die meisten Amputationen gehen heute auf Durchblutungsstörungen und Diabetes zurück, beides lässt sich durch Vorsorge und guten Fußschutz oft positiv beeinflussen. Ist der Eingriff unvermeidlich, eröffnet eine individuell angepasste Prothese den Weg zurück in einen aktiven, selbstbestimmten Alltag.

Warum Betroffene auf Seeger vertrauen

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1
Erfahrene ProthetikIndividuell gefertigte Bein- und Armprothesen, abgestimmt auf Ihr Aktivitätsniveau.
2
Begleitung über die ZeitWir passen Ihre Versorgung an und sind auch für spätere Änderungen da.
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Tobias

Tobias

Tobias Nierade arbeitet seit 2020 beim Berliner Sanitätshaus Seeger und leitet heute den Online-Shop Seeger24 sowie den Telefonvertrieb für Pflegebedarf. Begonnen hat er als Junior Controller, danach folgte die Projektleitung für Digitalisierung und Prozessmanagement. Inzwischen verantwortet er das Produktsortiment und die strategische Ausrichtung des Online-Sanitätshauses, mit einem Schwerpunkt auf Mobilität, Pflegebedarf und Bandagen. Seine Beiträge entstehen aus dem, was im Tagesgeschäft tatsächlich gefragt wird: von der Pflegekassen-Pauschale über die richtige Greifzange bis zum barrierefreien Badumbau.