Hohlfuß: Druckstellen entlasten und sicher gehen
Hoher Spann, Druckstellen an Ballen und Ferse, und das Sprunggelenk knickt leicht um? So erkennen Sie einen Hohlfuß und betten ihn so, dass Sie wieder sicher gehen.
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Tobias
Hohlfuß: hoher Spann, Druckstellen und das Gefühl, umzuknicken
Der Spann steht auffallend hoch, an Ballen und Ferse bilden sich Druckstellen, und das Sprunggelenk knickt leicht um? Beim Hohlfuß ist das Fußgewölbe zu stark gewölbt, das Gegenteil vom Plattfuß. Wir zeigen, wie Sie den Fuß bequem betten und sicherer gehen.
Beim Hohlfuß (Pes excavatus) ist das Längsgewölbe überhöht. Dadurch trägt der Fuß sein Gewicht fast nur noch auf Ferse und Ballen, während der Mittelfuß kaum Bodenkontakt hat. Diese kleine Auflagefläche führt zu Druckstellen und macht den Stand unsicher. Oft kommen Krallenzehen hinzu.
Was ist ein Hohlfuß?
Der Hohlfuß ist das Gegenstück zum Senk- oder Plattfuß: Statt abzusinken, ist das Längsgewölbe zu stark aufgerichtet. Das Gewicht verteilt sich nicht mehr über die ganze Sohle, sondern konzentriert sich auf Ferse und Vorfuß. Weil der Mittelfuß die Last nicht mitträgt, entstehen an den belasteten Zonen Druckstellen, und der Fuß wird seitlich instabil.
Diese Symptome sind typisch
- Druckschmerz: an Ballen und Ferse, oft mit Schwielen an den belasteten Stellen
- Instabilität: der Fuß knickt leichter nach außen um, Umknicken im Sprunggelenk häuft sich
- Müde Füße: die kleine Auflagefläche überlastet die Muskulatur
- Krallenzehen: die Zehen krümmen sich häufig mit ein
Ursachen & Risikofaktoren
Anders als der Knick-Senk-Spreizfuß hat der Hohlfuß oft eine neurologische Komponente. Mögliche Ursachen sind:
- erbliche Veranlagung und Veränderungen der Nerven oder Muskulatur
- muskuläre Dysbalancen zwischen den Fußmuskeln
- Folgen von Verletzungen am Fuß oder Sprunggelenk
- in vielen Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen (idiopathisch)
Entwickelt sich ein Hohlfuß neu oder verstärkt er sich, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, da manchmal eine neurologische Erkrankung dahintersteckt. Bei einem ausgeprägten Hohlfuß ist außerdem eine Maßeinlage sinnvoll.
So wird die Diagnose gestellt
Die hohe Wölbung ist meist schon mit bloßem Auge zu erkennen. Ein Fußabdruck auf dem Podoskop zeigt die typische schmale Mittelfußauflage, eine Laufanalyse macht die unsichere Abrollbewegung sichtbar. Bei Verdacht auf eine neurologische Ursache folgt eine weiterführende Abklärung.
Behandlung: so entlasten Sie den Hohlfuß
Im Mittelpunkt steht, die Auflagefläche zu vergrößern und die belasteten Zonen zu polstern. Bewährt haben sich:
- bettende Einlagen: füllen den Hohlraum unter dem Mittelfuß und verteilen den Druck
- dämpfende Polster: entlasten Ballen und Ferse an den Druckstellen
- stabiles Schuhwerk: mit fester Fersenführung gegen das Umknicken
- Physiotherapie: kräftigt und balanciert die Fußmuskulatur
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- Bettet den Mittelfuß: die langsohlige Weichbettung füllt den Hohlraum und vergrößert die Auflage
- Entlastet die Druckstellen: die Fersendämpfung schützt die stark belasteten Zonen
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Beim Hohlfuß ist die Fußsohle oft stark verkürzt und die Wade verspannt. Beides regelmäßig auszurollen hält das Gewebe geschmeidig und ergänzt die dämpfende Einlage ideal:
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- Dehnt die verkürzte Fußsohle: sanftes Ausrollen hält die Plantarfaszie geschmeidig
- Lockert die Wade: entlastet den stark gewölbten Fuß zusätzlich
- Kompakt (rund 15 cm): passt in jede Tasche, ideal für zwischendurch
- Strukturierte Oberfläche: für eine wirksame, tiefenwirksame Selbstmassage
- Ergänzt die Einlage: Dämpfen und Lösen wirken zusammen am besten
Ist die Wölbung stark oder liegt eine neurologische Ursache vor, ist eine individuell gefertigte Maßeinlage die bessere Wahl. Diese Werkstattleistung übernimmt unsere Orthopädietechnik, persönlich und nach Maß.
Auf einen Blick
Beim Hohlfuß ist das Längsgewölbe überhöht, das Gewicht lastet fast nur auf Ferse und Ballen. Das führt zu Druckstellen und einem unsicheren Stand. Bettende Einlagen vergrößern die Auflagefläche und entlasten die Druckpunkte. Bei einer ausgeprägten oder neu auftretenden Wölbung gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.
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Tobias
Tobias Nierade arbeitet seit 2020 beim Berliner Sanitätshaus Seeger und leitet heute den Online-Shop Seeger24 sowie den Telefonvertrieb für Pflegebedarf. Begonnen hat er als Junior Controller, danach folgte die Projektleitung für Digitalisierung und Prozessmanagement. Inzwischen verantwortet er das Produktsortiment und die strategische Ausrichtung des Online-Sanitätshauses, mit einem Schwerpunkt auf Mobilität, Pflegebedarf und Bandagen. Seine Beiträge entstehen aus dem, was im Tagesgeschäft tatsächlich gefragt wird: von der Pflegekassen-Pauschale über die richtige Greifzange bis zum barrierefreien Badumbau.




