Lymphödem: Wenn ein Bein oder Arm dauerhaft anschwillt
Ein Arm oder Bein bleibt geschwollen und schwer, auch über Nacht? So erkennen Sie ein Lymphödem und so sieht die Behandlung mit Kompression aus.
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Tobias
Lymphödem: wenn ein Bein oder Arm dauerhaft anschwillt
Ein Arm oder Bein ist dauerhaft geschwollen, fühlt sich schwer und gespannt an, und die Schwellung geht über Nacht nicht mehr ganz zurück? Dann kann ein Lymphödem dahinterstehen. Wir erklären, was passiert und wie die Behandlung aussieht, bei der Kompression eine zentrale Rolle spielt.
Beim Lymphödem staut sich Lymphflüssigkeit im Gewebe, weil das Lymphsystem sie nicht ausreichend abtransportiert. Die betroffene Körperregion, meist ein Bein oder Arm, schwillt dauerhaft an. Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die sich aber mit der richtigen Therapie gut kontrollieren lässt. Die Kompression ist dabei ein fester Bestandteil.
Was ist ein Lymphödem?
Das Lymphsystem sammelt Gewebeflüssigkeit und führt sie zurück in den Blutkreislauf. Ist dieser Abtransport gestört, etwa weil Lymphbahnen oder Lymphknoten geschädigt sind, sammelt sich die Flüssigkeit im Gewebe. Die Region schwillt an und fühlt sich schwer an. Unbehandelt kann das Gewebe mit der Zeit verhärten, weshalb eine frühe und konsequente Behandlung wichtig ist.
Diese Symptome sind typisch
- Dauerhafte Schwellung: meist an einem Bein oder Arm, oft einseitig
- Schwere- und Spannungsgefühl: die Region fühlt sich prall und schwer an
- Stemmer-Zeichen: die Haut über den Zehen oder Fingern lässt sich schwer abheben
- Geht nicht mehr ganz zurück: anders als bei venösen Schwellungen auch über Nacht nicht vollständig
Ursachen & Stadien
Man unterscheidet zwei Formen:
- primäres Lymphödem: angeborene Schwäche oder Fehlanlage des Lymphsystems
- sekundäres Lymphödem: Folge von Operationen, Bestrahlung, Verletzungen oder Infektionen, etwa nach einer Krebsbehandlung
Das Lymphödem verläuft in Stadien, von einer noch rückbildungsfähigen Schwellung bis zu verhärtetem Gewebe. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lässt sich das Fortschreiten aufhalten.
So wird die Diagnose gestellt
Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt anhand des typischen Beschwerdebilds und Tastbefunds, etwa des Stemmer-Zeichens. Wichtig ist, andere Ursachen für die Schwellung auszuschließen. Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Behandlung: die Komplexe Entstauungstherapie
Die Standardbehandlung ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie. Sie verbindet mehrere Bausteine:
- Manuelle Lymphdrainage: eine sanfte Massagetechnik, die den Lymphabfluss anregt
- Kompression: hält das entstaute Ergebnis und verhindert, dass die Flüssigkeit zurückkehrt
- Bewegung: aktiviert die Muskelpumpe und unterstützt den Abfluss
- Hautpflege: schützt die empfindliche Haut vor Infektionen
Beim Lymphödem kommen in der Regel flachgestrickte Kompressionsversorgungen nach Maß zum Einsatz, die individuell angefertigt und angepasst werden. Das ist eine persönliche Versorgungs- und Beratungsleistung. Vereinbaren Sie dafür einen Termin in einer Seeger-Filiale, unser Team misst an und begleitet Sie über die gesamte Therapie. Beratung anfragen →
Seeger führt eine eigene Kompressions-Linie und das passende Zubehör für die Kompressionstherapie, darunter Anziehhilfen, die das tägliche Anlegen erleichtern. Eine Übersicht finden Sie in der Kategorie Kompressionsstrümpfe und im Zubehör für Kompressionstherapie.
Auf einen Blick
Ein Lymphödem entsteht durch einen gestörten Lymphabfluss und führt zu einer dauerhaften Schwellung, die nicht von allein zurückgeht. Es ist chronisch, lässt sich aber mit der Komplexen Entstauungstherapie aus Lymphdrainage, Kompression, Bewegung und Hautpflege gut kontrollieren. Die Kompression ist dabei meist eine individuelle Maßversorgung, die wir persönlich für Sie anpassen.
Warum Sie sich bei Seeger versorgen lassen
85 Jahre Sanitätshaus-Kompetenz in Kompressionstherapie
Geschrieben von
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Tobias
Tobias Nierade arbeitet seit 2020 beim Berliner Sanitätshaus Seeger und leitet heute den Online-Shop Seeger24 sowie den Telefonvertrieb für Pflegebedarf. Begonnen hat er als Junior Controller, danach folgte die Projektleitung für Digitalisierung und Prozessmanagement. Inzwischen verantwortet er das Produktsortiment und die strategische Ausrichtung des Online-Sanitätshauses, mit einem Schwerpunkt auf Mobilität, Pflegebedarf und Bandagen. Seine Beiträge entstehen aus dem, was im Tagesgeschäft tatsächlich gefragt wird: von der Pflegekassen-Pauschale über die richtige Greifzange bis zum barrierefreien Badumbau.




